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Trends im Online-Shopping 2007 Drucken E-Mail

Wertet man verschiedene Studien im laufenden Jahr 2007 aus, schälen sich drei Trends und Erfolgsfaktoren für das Online-Shopping heraus: Spezialisierung, Empfehlung, Kundenbindung.

Verbunden mit dem Ausbau der Breitbandtechnologie sorgen sie dafür, dass der Anteil der Online-Käufer und auch die Umsätze insgesamt im Online-Shopping weiterhin rasant steigen.

Nischenmärkte

Immer mehr Spezialisten-Shops entstehen neben den virtuellen Großkaufhäusern wie Amazon und eBay. Dieses spiegelt einen allgemeinen Trend wider, der sich laut der 24. Befragungswelle der W3B von Fittkau & Maaß allgemein bei Websites zeigt: Jeder dritte Internet-Nutzer verbringt demnach ein Viertel seiner Online-Zeit auf Nischen-Websites. Große Portale sind nicht abgeschrieben, doch das Interesse an speziellen Websites verstärkt sich.

Nischenmärkte sind spezialisierte Märkte. Entweder konzentrieren sie sich auf eine genau bestimmbare Zielgruppe, ein Produkt oder eine Produktgruppe, einen Service oder den Vertriebsweg. Nischenmarkt und Internet passen dabei aus zwei Gründen zusammen: Zum einen werden in Suchmaschinen Spezialisten belohnt, zum anderen bietet das Internet eine über die lokalen Kunden hinaus ein theoretisch weltweites Potenzial.

Schrauben-Experten

Als stationäres Geschäft hätte ein reiner Schrauben-Laden sicherlich auch in Metropolen ein Problem, online funktioniert das zum Beispiel bei www.online-schrauben.de deswegen, weil 25.000 Artikel überzeugender sind als die Auswahl im Baumarkt. Wer hier nichts findet, wird sich seine Schrauben wohl selber drehen müssen.

Historische Baustoffe

Der Handel mit historischen Baustoffen, das heißt originalen Bauteilen aus Abrißhäusern, ist ein kleiner wohldefinierter Nischenmarkt entstanden. Der Marwitzer Olaf Elias ist einer von etwa 150 Unternehmern, die alte Türen, Fenster, Ziegel, Balken und alles sammeln, was für die Sanierung alter privater Gebäude und die Integration historischer Baustoffe in Neubauten von Bedeutung sein könnte. Das Internet bietet dafür einen hervorragenden Kanal, die Einzelstücke weltweit anzubieten und zu versenden.

Empfehlungen durch persönliche Bewertung

Eigentlich wären Weblogs in Shops eine gute Sache. So könnten zu den einzelnen Produkten ganz leicht Anwendertipps und Beurteilungen gesammelt werden. Die RSS-Feeds böten Möglichkeiten, den potenziellen Käufer auf dem Laufenden zu halten, wenn ein neuer Kommentar zu einem Produkt geschrieben wird.

Die Kosten sind es gewisslich nicht, die Shopbetreiber davon abhalten würden, Weblogs zu installieren. Geringer Aufwand gepaart mit niedrigen Kosten gäbe ein gutes Paar, doch bislang hält lediglich ein Viertel der Shop-Nutzer Weblogs für erforderlich.

Erstaunlicherweise sind es die 41-50-jährigen Männer, von denen jeder Zweite schon einmal eine Bewertung verfasst hat. Frauen dagegen ist der Austausch mit einem Kundenberater via E-Mail wichtiger. Das ist ein Ergebnis der Befragung "Vernetzte Kunden - Wie Web 2.0 das Online-Shopping verändert", die von der novomind AG in Zusammenarbeit mit wiwo.de und handelsblatt.com Anfang 2007 stattfand.

Empfehlung durch selbstlernendes System

Amazon-Nutzer kennen es schon: "Wer CD A bestellt hat, interessiert sich auch für CD B". Noch weiter geht der Dienst von last.fm. Hier kann, wer ein Konto angelegt hat, seine Vorlieben und Abneigungen anhand von Musikstücken beispielhaft dokumentieren. Aufgrund dieses sich immer weiter verfeinernden Profils bekommt der Interessent dann nur noch Musik vorgestellt, die in etwa diesem Musikgeschmack entspricht.

Auch hier sind es in der Hauptsache noch die Männer, die diese Dienste nutzen. Frauen adaptieren den virtuellen Empfehlungsdienst wesentlich langsamer. (Quelle: Vernetzte Kunden, s.o.)

E-Mail-Nutzer kaufen mehr

Kunden, die über E-Mail gewonnen werden, sind loyaler und geben mehr aus als Konsumenten, die über andere Kanäle gewonnen wurden. Davon ist Craig Swerdloff, Viezpräsident und Hauptgeschäftsführer von Return Path, einem Anbieter von E-Mail-Versandlösungen, überzeugt. Weiterhin meint er, dass Leute, die über Suchmaschinen kommen, tendenziell stärker auf das preiswerteste Angebot aus sind.

Diese Überlegungen werden von Forrester Research gestützt, die im März 2007 in einer Studie herausfanden, dass Konsumenten, die Produkte über E-Mail angeboten wurden, 138 Prozent mehr kauften als ihre Zeitgenossen, die auf andere Online-Kanäle reagieren.

Craig Swerdloff folgert, dass E-Mail-Marketing die Kunden in höherem Maße einbindet als es andere Medien können. Und diese Einbindung sorgt für höhere Käufe.

Einen Monat später berichtete die amerikanische Tochterfirma GfK Research in einer Untersuchung, dass 73 Prozent der E-Mailnutzer bereits Onlinekäufe aufgrund eines relevanten E-Mail-Angebots getätigt haben. Der zentrale Begriff lautet "relevant". Das heißt, gute Ergebnisse erzielt der Shopbesitzer nur, wenn das Angebot auch in Bezug zu früheren Einkäufen und Vorlieben steht. Die reinen "Kauf-Mich"-Newsletter, die Standardangebote für alle enthalten, haben nur eine sehr begrenzte Reichweite.
Online-Shopping nimmt deutlich zu

Waren es 2001 noch rund 4,4 getätigte Einkäufe pro Online-Nutzer so stieg die Zahl der Einkäufe jährlich um etwa 30 Prozent und lag 2006 durchschnittlich bei 7,8 Einkäufen. Das heißt, 56 Prozent der Onliner kaufen alle 6 Wochen im Web ein. Während eine kleine Gruppe von 13 Prozent als intensive Käufer gilt, die mehr als 13 mal pro Jahr in Online-Shops einkauft, zeichnen sie für fast 40 Prozent der Umsätze verantwortlich. (Quelle: GfK WebScope: E-Commerce-Tracking)

Förderlich für diese Entwicklung war der Ausbau der DSL-Verbindungen. Schnelle und störungsfreie Internetverbindungen stellen schließlich die Basis für einen bequemen Einkauf im Netz dar.

Quelle: www.online-marketing-praxis.de

 

 
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